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Die Geschichte der Tri Team Bunnies

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Im letzten Sommer waren Hannah, Moni und ich zusammen bei einigen Wettkämpfen unserer Triathleten als Zuschauer dabei. Irgendwie wurden wir dabei zu den"Tri Team Bunnies" und kamen auf die Schnapsidee, in Berlin unter diesem Namen beim XL-Triathlon als Staffel zu starten. Bevor wir lange überlgen konnten, hatte Hannah uns auch schon für die Mitteldistanz (1,9 / 90 / 21) angemeldet.

Wir mussten uns nun entschieden, wer welchen Part beim Triathlon übernimmt und haben im Winter fleißig trainiert. Als wir im April zum Training im Harz waren, fuhr Moni als einzige Frau aus unserer Gruppe von Clausthal-Zellerfeld mit dem Rennrad bis zum Brocken, hoch auf den Brocken und wieder zurück. Somit war sie schon mal für die Radstrecke qualifiziert. Da ich nicht so gut laufen kann, blieb für mich die Schwimmstrecke und für Hannah der Abschluss mit dem Halbmarathon.

Im Mai ging es dann los mit dem Training im Freiwasser, was ich bis dahin noch nicht kannte. Nach anfänglichen Orientierungsproblemen und Zickzackkursen im See ging es langsam besser und ich fühlte mich fit. Moni und Hannah trainierten ebenfalls fleißig ihre Disziplinen und wir entschieden uns für den Uthleder Triathlon als Generalprobe. Für mich ging diese Probe völlig daneben, da ich beim Schwimmen im kalten Grienberg See keine Luft bekam und die 600 m laneg Stecke nur mit Mühe bewältigen konnte. Moni und Hannah als erfahrene Triathletinnen absolvierten ihren Teil gut und haben mich dann wieder aufgebaut.

Hannahh wurde neben unserem Training sogar noch kreativ tätig und schaffte es, bis zum Berlin Triathlon drei gleiche T-Shirts drucken zu lassen, wodurch wir als "Tri Team Bunnies" zu erkennen waren. Unsere Abfahrt nach Berlin hat sich durch die Lieferung am Tag unserer Anreise nur etwas verspätet. Böse Zungen (WErner) meinen sogar, die T-Shirts seien uns wichtiger als das Abschneiden beim Wettkampf.

Zum XL Triathlon Berlin reisten wir schon am Freitag an, damit wir auns etwas einleben konnten. Am Samstag war für die Schwimmer schon mal ein kleines Training im Müggelsee angesagt. Danach ging es dann zur Wettkampfbesprechung und Pastaparty. Puh, dort waren so viele Teilnehmer und die Räumlichkeiten eigentlich viel zu klein.

Früh am Abend ging es ins Hotel zurück und gleich ins Bett, damit wir möglichst ausgeschlafen zum Wettkampf kommen. doch die Rechnung ging nicht auf, da im Hotel und benachbarten Lokal Hochzeitsfeiern stattfanden. Kurz nach 23 Uhr wurde ein Feuerwerk abgefeuert und später in der Nacht hörte ich noch einige Gäste vorm Haus auf dem Parkplatz. Da ich sowieso etwas nervös war vor meinem ersten großen Wettkampf, konnte ich den Rest der Nacht vergessen und war morgens völlig fertig.

Kurz nach 6 Uhr liefen wir dann das kurze Stück durch den Wald zum Start der Langdistanz mit unseren Startern Michael, Thorsten und Wulf. Das Wetter war super, die Sonne ging auf, der See so glatt und schön. Da ging es mir schon gleich etwas besser.

Der Moderator der Veranstaltung begrüßte uns und meinte, es sei egal wie wir die letzte Nacht geschlafen hätten, die vorletzte Nacht wäre die entscheidende Nacht.  Das hat mich dann so aufgebaut, dass ich zwei Stunden später fast entspannt mit ca. 400 anderen Schwimmern an den Start gegangen bin. In der Zwischenzeit waren unsere anderen Athleten schon alle aus dem Wasser gekommen und auf dem Rad unterwegs oder wie Wulf schon zum Zuschauer geworden.

Beim Start der Langdistanz hatte ich mir ausgeguckt, wor für mich der beste Startplatz wäre und welche Linie ich bestmöglich schwimmen wollte. Wulf hatte mir noch ein paar Tipps gegeben und so fühlte ich mich gut vorbereitet. Es lief für mich dann auch wirklich nach Plan ich schaffte die 1,9 km in ca. 40 Minuten und kam fast direkt hinter Jan, der als Einzelkämpfer unterwegs war, überglücklich aus dem Wasser. Dazu noch total unter Strom, so dass ich die 300m zur Wechselzone schnell schaffte und Moni mit dem Rad noch vor Jan losfahren konnte.

Während ich nun entspannt den Rest des Wettkampftages genießen konnte, musste Moni einsame 93 km auf dem Rad verbringen und ihre Runden drehen. Da die Radstrecke überwiegend durch Wald und Feld  führte, waren kaum Zuschauer an der Strecke und es fehlte für die Radfahrer etwas Motivation von außen. Für Hannah bestand der Tag nun erstmal aus Warterei, da Moni sicherlich erst nach über drei Stunden wieder bei uns auftauchen würde. Leider konnten wir nicht zur Radstrecke kommen und hörten nur ab und zu etwas zur Lage. Moni kam dann nach 3,28 Std ins Ziel und schickte Hannah auf die Laufstrecke. Die Läufer hatten je nach Distanz Runden von ca. 7 km zu laufen und kamen immer wieder am Start-/Zielbereich vorbei. Da konnten wir alle anfeuern, aufmuntern oder zum Durchhalten bewegen. Hannah lief dann zuverlässig eine Runde nach der anderen und hat den Halbmarathon in 2,14 Std. bewältigt. Im Zielbereich warteten wir beiden anderen Bunnies - natürlich in den Hasentrikots - um gemeinsam ins Ziel zu laufen.

Nachdem alle unsere Athleten glücklich und wohlbehalten im Ziel angekommen waren, haben wir den anstrengenden Tag gemeinsam bei leckerem Essen, Bier und Wein in einem Lokal beendet. Besonders gefreut haben wir uns alle, dass Jan mit uns seinen Geburtstag nachgefeiert und am Ende den größten Teil der Rechnung übernommen hat.

Bärbel Luerßen

 


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