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Wettkampfberichte

AOK-Vesperlauf 2016

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Der AOK-Vesperlauf und der Special Oympics City Run ( der Auftakt zum 12.swb-Marathon-Wochenende 2016) am 30.09.2016

Spontan habe ich meine Laufsachen gepackt und bin mit klopfendem Herzen los, wieder mit dem Zug, diesmal beheizt, statt eisiger Klimaanlage. Am Bremer Hauptbahnhof erneut orientierungslos, wie in Hannover.

Mit Tunnelblick am Gebäude, der mir durchaus bekannten ÖVB-ARENA vorbei geeilt, um dann, kopfschüttelnd zurück zu kehren.

Die Anmeldung gestaltete sich schwierig. Keiner hatte den 5km-Lauf auf dem Plan. Alle waren eher mit den GROßEN Läufen beschäftigt. Keiner wusste deshalb so richtig Bescheid. Zusammen mit einem jungen Pärchen, das extra aus Osnabrück angereist war, irrten wir durch die Halle mit den Verkaufsständen, Treppe hoch zu den PC's, wo der Lauf nicht gelistet war, wieder runter hin- und her, fragen fragen fragen. Am Ende dann ganz einfach! !! Die Helfer waren aber allesamt sehr nett und freundlich! !!


Endlich angemeldet erfuhren wir, dass der Lauf OHNE Zeitmessung stattfand, also auch ohne Wertung. Für die junge Frau aus Osnabrück brach eine Welt zusammen, da extra hierfür trainiert und angereist. Im Internet hatte wohl was anderes gestanden.

Am Ende war dann alles gut, wir sind uns immer wieder begegnet und beide fuhren zufrieden & glücklich strahlend nach Hause. Aber erstmal, vor Ort, war ich wieder allein.

Ich zog mich um, schloss meine Sachen am Hauptbahnhof in ein Schließfach (Aufbewahrungsmöglichkeiten gab es nicht) und gelangte über unnötige Umwege komplett durchgeschwitzt an den Austragungsort. Dort angekommen, natürlich viel zu früh, stellte ich fest, dass ich meine Startnummer, die Nummer 55, verloren hatte. GAAAANZ SUUUUPER. Starten durfte ich nach einigem Hin und Her dann aber doch. Wieder waren alle Helfer sehr sehr freundliche. Vielen Dank !!!

Bis hierhin war eigentlich alles NUR Streß und ich bezweifelte ernsthaft meine spontane Entscheidungsfreudigkeit.

Und DANN änderte sich alles:

Ich lernte Frank, Benjamin, Anton und noch viele mehr kennen, sowie Claudia und ihren Mann, die als Begleiter dabei waren und begleitend mit liefen. Ich musste ERSTEREN Rede und Antwort stehen: WER ich war, WIE ich heiße, WOHER ich komme, WAS ich mache, WIE alt...usw usw usw...und auch meine läuferischen Fähigkeiten waren von Interesse. Frank und Benjamin stellten gleich klar, dass sie ganz vorne mitspielen würden. Erfolge vom Vorjahr wurden erwähnt. Und auch mit anderen entstand ein nettes und intensives Fachsimpeln über alles rund ums Laufen, wie zb Bänderzerrungen, Muskelkater und -krämpfe. Aber auch meine Kniescheiben wurden genauestens unter die Lupe genommen und abgetastet, alles gut, hoffte ich. Ganz geklärt wurde das dann nicht.

Es ging aber auch um Taktik und Strategie:
Anton wurde unter anderem geraten diesmal nicht nach dem Start davon zu preschen, wie im Jahr zuvor um Ende keine Luft mehr zu haben. Er hat das später profimäßig und ganz cool umgesetzt. Ich war live dabei.

Hatte ich mich eben noch verloren gefühlt, war ich plötzlich umringt und mitten drin. Die Starter des Special Olympics City Runs hatten mich voll im Griff und in ihren Bann geschlagen.

Gegen 19:30 Uhr ging es los. Ich startet mit der neu kennen gelernten Gruppe. Die anderen Läufer, auch das Pärchen aus Osnabrück, starteten später. Wir wurden in der 2. Runde von ihnen und etlichen anderen Läufern, darunter auch Kinder mit tollen leuchtenden Armbändern, überholt.

Aber erstmal zurück zum Start:

Gestartet wurde in allen Variationen, mit Krücken, im Rollstuhl, laufend, walkend, gehend und beidseitig gestützt, mit Begleitpersonen und oder auch ohne. Alle waren top motiviert und starteten mit unglaublichen Elan, souverän und ziel- und manche siegessicher. Ich war tief beeindruckt.

Anton und Claudia, Anton's Begleiterin, hatte ich beim Start aus den Augen verloren. Frank und Benjamin, die ganz vorne starteten, sowieso. Ich war eher im hinteren Feld zu finden, knapp vor den Walkern, von denen ich nach der ersten Runde kurz vor deren Zieleinlauf überholt wurde.

Der Lauf fand in den Wall-Anlagen hinter dem Swiss-Hotel statt, rund um die Mühle. Die Strecke war phantastisch und abenteuerlich, beleuchtet durch Fackeln. Fackelläufer säumten den Weg. Die Helfer am Rande der Strecke klatschten, applaudierten, waren freundlich, fanden ermutigende Worte und gaben uns die Richtung vor. Zwischendurch war es auch stockfinster. Aber immer, nach kurzer Zeit, sah man wieder die leuchtenden Fackeln, die alles in ein spektakuläres Licht tauchten.

Der Weg war sonst eben, trocken und gut zu laufen.

Ich lief weiter und weiter und plötzlich tauchten Anton und Claudia vor mir auf. Ich schloss mich ihnen an und gemeinsam entschieden wir mit Anton noch die 2.Runde zu laufen. Zwischendurch schien es, als könne er nicht mehr richtig weiter. Im Nachhinein denke ich, dass er lediglich seine Kräfte schonte, seine neue Taktik, wie vor dem Start besprochen, denn am Ende finishte er vor Claudia und mir, indem er kurz vorm Ziel davon stürmte. Sprichwörtlich!!! Er hatte es geschafft und war sehr stolz und glücklich.

Und auch ich war total happy und berauscht, denn noch nie, noch NIE NIE NIE, bin ich solange durchgelaufen ohne Pause oder Gangart-Wechsel.

Im Ziel warteten schon Frank und Benjamin. Zu ihrem Lauf kann ich nicht viel sagen, außer dass er schnell gewesen sein muss, denn beide waren unter den ersten Dreien.

Nach dem Lauf wurde gevespert. Alle bekamen ein Verpflegungs-Paket mit 2 Schwarzbrot-Stullen und 2 Muffins, verpackt in einem schönen Karton mit Bremer Stadt-Musikanten-Logo. Getränke, was das Läufer-Herz begehrt.

Mit Frank, Benjamin feierten wir ihre Siege und sangen lauthals " die Nummer eins sind wir " ( wobei ich eher die Nummer eins von hinten war. Zwinker. Aber egal. )

Zum Abschluss die Sieger Ehrung unter tosendem Applaus.

Gold ging an Benjamin Schmidt
Silber ging an ???
Bronze ging an FRANK

Es war eine unglaubliche Veranstaltung und ich habe bereits fest zugesagt nächstes Jahr wieder mit an den Start zu gehen. Und sofern nichts dazwischen kommt, bin ich dabei. Sonst das Jahr darauf. So ist es verabredet und per Handschlag besiegelten.

Ich bedanke mich bei allen dort, die mich so freundlich und liebevoll in ihre Mitte genommen haben. Ihr habt es mit eurer Energie und Begeisterung geschafft, dass ich zum ersten Mal überhaupt soweit gelaufen bin. Danke vor allem auch Anton, der mit mir gelaufen ist. Claudia, die ruhig und gelassen blieb und ermutigende Worte fand. ( Sie läuft sonst schneller). Wir werden sicher noch öfter gemeinsam starten. Frank, Benjamin und allen, die mir Vorbild waren. Es war ein besonderer Tag. Und ich hoffe, dass immer mehr sich für diese kleine nette Vorveranstaltung interessiern und dieser Lauf damit immer größer Aufmerksamkeit findet. Es war wirklich ganz besonders!!!!!!

Nachtlauf Hannover 2016

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Hinfahren - starten - durchhalten & irgendwie finishen:

Um 16:30 Uhr ging es los. Die Zugfahrt eine Katastrophe. Dank Klimaanlage. Eisgekühlt kam ich in Hannover an. Dort dann völlig orientierungslos, trotz hervorragender Ortskenntnisse. Panik pur!!!

Um 18:00 Uhr hatte ich dann meine Startunterlagen samt orange-blau-weißem Starter-Laufshirt.
Da so früh noch keiner den Durchblick hatte, schickte man mich von A nach B hin und her. Am Ende war die Umkleidekabine dann genau neben der Startnummern-Ausgabe. Sehr freundliche Helfer entschuldigten sich mehrfach.

Plötzlich begann sich der Platz zu füllen. Von allen Seiten strebten Menschen mit den gleichen Lauf-shirts herbei. Trotz netter Atmosphäre regte sich tief in mir ein ernst zu nehmender Fluchtreflex.
Keine Ahnung, was passiert wäre, wenn Thomas sich nicht gemeldet hätte und sich für 19:15 Uhr ankündigte. Das Warten auf ein bekanntes Gesicht war kaum auszuhalten. Meine Nerven am absoluten Tiefpunkt. Entsprechend fiel die Begrüßung aus ( armer Thomas, er muss gedacht haben "DIE spinnt").
Nachdem auch Thomas seine Startunterlagen abgeholt hatte, ging alles sehr schnell und mein Start stand kurz bevor.
Zuerst starteten die Kinder um 19:30 Uhr. Um 20:00 Uhr ging es dann los, die 5 km Strecke wurde real. Ich hörte den Startschuss, dachte dann aber mich verhört zu haben. Fast 4 Minuten tat sich nichts ersichtliches. Erst kurz nach 4 1/2 Minuten passierte ich die Startlinie und lief auf stacksigen Beinen mit der Masse mit. Insgesamt starteten knapp 3300 Läufer.


Mein Glück, dass ich von irgendwoher vernahm "lauf dein Tempo. Bleib bei dir.... usw. "Das hatte zwar nicht mir gegolten, rettete mir aber das Überleben. 1000facher Dank an unbekannt!!!!!!
Da ich auf gar keinen Fall im Rampenlicht vor so vielen Zuschauern schlapp machen wollte, lief ich versucht locker und hoffte auf die 1. Kurve und dunklere Ecken. Unf ehe ich mich versah, waren 2,5 km rum und ich lief immer noch. Langsam, locker und tief ein- und ausatmend.
Weniger später wechselte ich zum Walking über. Das funktionierte Bein-technisch erst nicht sooo gut, aber da immer mehr anfingen zu gehen (was ich auf keinen Fall wollte) und einige sogar Abkürzungen nahmen (was gar nicht in Frage kam), blieb ich dabei und nach eine Weile ging es.

Zur Strecke kann ich nicht viel sagen. Es sollen viele Sehenswürdigkeiten zu sehen gewesen sein. Davon habe ich nichts mitbekommen. Dagegen könnte ich eine Menge zum Straßenbelag und der Straßenbeschaffenheit sagen. Sehr gut. Sehr abwechslungsreich.

Die Samba-Klänge halfen sehr. Allerdings hätte ich mich beinahe zu ihnen gesellt. Als ehemaliger Sambista war mir das am Rande stehen und musizieren vertrauter, als an ihnen vorbei zu laufen. Die Versuchung war überraschend groß.

Im Walking-Stil ging es weiter und jetzt überholte ich auch einige. Mit einer kleinen Gruppe entstand ein nettes Hin und Her, bis ich schließlich mit deren einzigen Frau gleich auf war. Sie lief und ich walkte so schnell es ging.

500 oder 600 Meter vorm Ziel lief ich wieder, aber Reserven hatte ich keine mehr und so wurde aus dem gemeinsamen Ziel Einlauf nichts. Sie finishte ein Stück von mir. Ich in 39:36 Minuten. Der absolute Wahnsinn! !!!!!!

Wie es mir danach ging. ..lassen wir mal lieber, denn im Grunde ging es jetzt ja erst so richtig los. Mit Thomas schaute ich dem 10km-speed-run zu, was sehr beeindruckend war.

Und danach, um 22:15 Uhr startet Thomas. Er finishte seine 10 km-Strecke in 50:16 Minuten ganz cool und routiniert. Total super! !!

Brokser Volkslauf 2016

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11 . September 2016

Zu meiner freudigen Überraschung waren Tanja und Thomas Degenhardt sowie Helmut Wicke auch am Start.

Thomas meldete sich für die 5km- und Helmut für die 10-km Laufstrecke an.
Tanja und ich (Marianne) für die 5km Nordic-Walking.
Das Besondere: Tanja's 1. Wettkampf.

Mein erster hatte auch dort stattgefunden, 2010 mit einer Freundin, die jetzt im Krankenhaus liegt. Für sie ging ich an den Start. Ein Foto vom damaligen Zieleinlauf hatte ich dabei, eingeschweißt in Folie, hinten am Gurt befestigt mit Bindfäden .Sie sollte dabei sein.

Der Start kam dann schnell und schnell kristallisierte sich eine kleine 3er - Gruppe heraus. Andere zogen sofort von dannen und waren nicht mehr gesehen. Von der kleinen 3er Gruppe walkte die erste auch unerreichbar vorweg, blieb aber in Sichtweite. Heinz und ich waren gleichschnell unterwegs und das blieb bis zum 3.km so. Wir zogen uns gegenseitig. Keiner wollte zurück bleiben. Dann war ich überraschend schneller. Nicht viel, aber umgehen konnte ich damit nicht, was überraschend war, denn WILL man nicht schneller sein? ?? Doch der Frust und die Wut und die Angst um meine Freundin trieben mich an. Da konnte mich auch der sich nach dem 1.km geöffnete Schnürsenkel nicht bremsen oder stoppen.
Ich finishte nach 40 : 55 Minuten. ( Diese Zeit wäre ohne Heinz, meinen dortigen Sparings - walking - Partner nicht möglich gewesen. ) Vielen Dank! !!


Im Ziel kippte ich dann beinahe um, was dank des Zuckerwassers dort nicht passierte.

Kurz danach kam Tanja ins Ziel. Ganz souverän und strahlend. Ihr erster Wettkampf war absolviert und total cool gefinisht!!! Herzlichen Glückwunsch! !!!



Thomas war bereits vor uns im Ziel. Er hatte seine 5km in 30 : 05 Minuten gemeistert.

Helnut finishte die 10km nach 44:43 Minuten.



Eine gelungene Veranstaltung, die viel Spaß gemacht hat.

Bis zum nächsten Jahr! !!

Tri-Team Schwarme beim Schwarmer Familientriathlon zahlreich vertreten

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Die Triathlon Saison neigt sich langsam dem Ende und so haben sich einige Athleten des Tri-Team Schwarme noch beim Schwarmer Familientriathlon angemeldet.

Daniel und Jan starteten als Erstes beim Volkstriathlon (480/20/5).Beim Schwimmen konnte sich Daniel auf seiner Bahn im Schwarmer Freibad durchsetzen und kam als erster aus dem Wasser in 7:59 min. Die 4 Runden auf dem Rad absolvierte er in einer guten Zeit von 37:22 min. Auf den ersten 2 von 5 Runden konnte er seine gewohnte Pace wegen leichten Seitenstichen nicht halten. Doch dann konnte Daniel noch mal Gas geben und finishte mit 1:05:48 Std.

Jan kam mit einer passablen Zeit von 9:24 min. aus dem Wasser. Mit 5 weiteren Athleten auf der 20m langen Bahn war es nicht so einfach sich durchzusetzen. Die Radrunden meisterte Jan in 41:38 min. Das Laufen sah sehr gut bei ihm aus, aber leider hat sich Jan bei den Runden vertan und ist zu früh ins Ziel gelaufen. Somit kam er nicht in Wertung.

Thomas war auch für den Volkstriathlon angemeldet, konnte aber leider aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start gehen.


Pünktlich zum Start von Liya fing es wie jedes Jahr an zu regnen. Doch diesmal blieb es bei einem kurzen Schauer, so dass die Kinder beim Radfahren und Laufen trocken blieben. Beim Schwimmen kam sie im Mittelfeld aus dem Wasser und kämpfte sich als erstes Mädchen nach 1 km Rad und 200 m Laufen ins Ziel. Mit einer Gesamtzeit von 9:00 min. hatte sie sich den Podiumsplatz redlich verdient.

Anschließend ging ihre Schwester Ayleen an den Start. Nach 1:21 min. kam sie als erste aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte sie Ihre Position nicht halten. Aber in der Wechselzone und auf der 400m langen Strecke hat sie die Führung wieder übernommen und kam 6 sek. vor dem Zweitplatziertem mit 8:28 min. ins Ziel.


Zwei Jungs vom TUS Rotenburg waren von ihrer Schwimmleistung überzeugt, so dass sie mit ihnen gleich noch in der Staffel gestartet ist. Ihre Zeit konnte sie um 6 Sekunden nochmal verbessern.

Mit der Staffel kam sie auf den 6.Platz mit 8:16 min.

Beim letzten Start des Familientriathlons waren die Staffeln dran. Marianne, Bärbel und Hannah haben sich auf der Strecke sehr gut geschlagen. Marianne machte auf der 360m langen Schwimmstrecke den Anfang. Nach anfänglichen Atemproblemen hat sie ihren Rhythmus gefunden und übergab anschließend den Transponder an Bärbel weiter. 15 km auf dem Rad meisterte sie in einer passablen Zeit. Hannah lief die 3 km in einem gleichmäßigen Tempo und finishte in 1:05:35.



Allen Startern herzlichen Glückwunsch zu den sehr guten Leistungen.

Mein erster (Mitteldistanz)Triathlon

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Gerne hätte ich mit Hannah beim Ironman in Frankfurt zugeschaut, aber die Anreise aus dem Urlaub war etwas zu aufwändig. Also haben wir uns spontan entschlossen alternativ beim Berlin XL-Triathlon von Thorsten Schwarz anzureisen. Nach Sichtung der Schlechtwetterlektüre in Form einiger alter Triathlon Zeitschriften von Hannah formte sich der Gedanke vielleicht auch einmal selber teilzunehmen. Da die XL Version für mich wohl eher im Bereich Selbstmord anzusiedeln ist und nur noch die Mitteldistanz angeboten wurde fiel die Teilnahme erst einmal aus. Nach einiger Zeit ertappte ich mich dabei die einzelnen Disziplinen gedanklich abzuwägen und zeitlich zu addieren. Als Vorbereitung wurde in der Schlei bei 16° C Wassertemperatur ein wenig Strecke geübt (Hannah hatte besser geplant und einen Neoprenanzug dabei) und ab und zu bei Regen gelaufen.

Vollkommen unterschätzt habe ich dann in Bremen die explosionsartige Verbreitung durch Mundpropaganda und Medien. Der zu Anfang noch etwas vorsichtig formulierte Gedanke wurde natürlich sofort publik und zwischen den vielen gut gemeinten, ironischen und witzigen Tipps gab es nun eigentlich kein richtiges Zurück mehr. Teilweise erfolgten auch berechtigte Warnhinweise. Also eine Entscheidung gefällt und mit dem Focus „Ankommen“ angemeldet. Die verbleibenden 2,5 Wochen konnten nun noch für kleine Trainingseinheiten genutzt werden.

Die Gruppe bestehend aus unserem Schwimmtrainer Wulf, sowie Thorsten mit Monika und Hannah ist dann zeitversetzt nach Berlin zum Müggelsee angereist. Die Stimmung geprägt durch das Wetter und die Hotellage am Müggelsee hatte einfach Urlaubscharakter und wir haben den Sonnabend vor dem Triathlon genossen. Bei einer Probefahrt von 40 Km durch die Müggelberge stellte sich das Höhenprofil zwar etwas anders dar als erwartet aber alles schien machbar.

Während der abendlichen Pasta-Party folgte dann die Abgabe der Räder in der Wechselzone und für mich die erste Ausbildung. Zuerst sprach mich ein Teilnehmer auf die Taktik an die sich hinter meiner Radanordnung verbirgt, oder ob mein Rad vielleicht nur verkehrt herum steht? (Nett formuliert, .. Rad gedreht) Über die Befestigungsmöglichkeiten von Energieriegeln, Täschchen, Fläschchen etc. kann man bestimmt Bücher schreiben. Da wird der Mann zum Kind. Meine Befestigung via Klettverschluss hat sich später natürlich schon auf den ersten Metern gelöst und ich habe die Tüte einfach vor die Brust in den Anzug gesteckt. Bezüglich der Schokolode ist dies einfach suboptimal. Ansonsten bereitet sich scheinbar jeder mit einem eigenen System vor. Ich werde an einem neuen Konzept arbeiten.

Nach dem Einchecken der Räder früh ins Bett um den Start von Thorsten nicht zu verpassen. Die XL Distanz startete zwei Stunden vorher um 7 Uhr.

Trotz erstaunlich guter Nachtruhe stellte sich nun doch langsam etwas Nervosität ein und ich spazierte im Morgengrauen zum Müggelsee. Zwischenzeitlich war auch Wulf zusammen mit Michael eingetroffen. Während ich den Abstand der Bojen skeptisch musterte strahlte Wulf wie immer seinen  beruhigenden Optimismus aus. Mein Vorhaben bei 22 °C Wassertemperatur ohne Neo zu starten wurde nur  mit einem Blick der „Selbst Schuld“ signalisierte kommentiert und ich ging nach dem Start von Thorsten zurück zum Hotel  um zu frühstücken. Nach einigen Bemerkungen der nun anwesenden Damen und einer der Empfehlung angepassten Mengenreduktion auf zwei Brötchen, erfolgte die Rückkehr zum See wo sich zwischenzeitlich die ersten Teilnehmer zum Wasserstart formierten. Nach einem kurzen einschwimmen formierten sich die ca. 300 Teilnehmer im Wasser.  Entgegen der Schilderung anderer Teilnehmer war der Start relativ unspektakulär. Kollisionen hielten sich auch durch meinem instabilen Kurs und dem Tempo in Grenzen. Beim Verlassen des Wassers hatte sich der Optimismus des Trainers trotz Hypnose seiner telefonischen Stoppuhr im Handy etwas gelegt. Der Neoprenanzug wäre eine bessere Wahl gewesen und hätte Kraft und Zeit gespart. Die 300 m zur Wechselzone waren nun schnell zurückgelegt und der Wechsel zum Rad erfolgte problemlos, zumal sich die Anzahl der Kontrahenten nun in Grenzen hielt.

Bedingt durch den Verzicht auf Radschuhe („ … der fährt in Turnschuhen“) ließ sich das Rad relativ schnell zur Startlinie schieben aber ein vorzeitiges übermotiviertes Aufsteigen kurz vor der Linie führte zu einer kurzen Ehrenrunde.

Beim Radfahren ging die Zeit besser vorbei als beim Schwimmen und ich konnte noch einige Fahrer überholen und etwas Zeit retten. Durch die relativ große Strecke zwischen den Dörfern hielt sich die Begegnung untereinander in Grenzen. Der Kurs war gesichert, aber der gut organisierte Wettkampf erfolgt bei laufendem Verkehr und erfordert teilweise etwas Zurückhaltung.

Nach fast drei stündigem Radfahren habe ich mich kurzfristig auf das Laufen gefreut. Da ich diesen Wechsel bisher nie geübt hatte bin ich hier bewusst vorsichtig gestartet. Die ersten Kilometer waren etwas wackelig aber ich konnte den Halbmarathon langsam, aber einigermaßen entspannt beenden. Die letzte Runde wurde ich von einer Teilnehmerin begleitet die ebenfalls nie einen Triathlon absolviert hatte. Durch die Unterhaltung sind die letzten Meter gut vergangen und gemeinsam hüpften wir über die Ziellinie.

Mit der Zeit von  knapp unter 6 Stunden bin ich für den Anfang zufrieden. Die Gedanken unterwegs an Thorsten der die doppelte Distanz zurücklegen musste haben den Druck schon etwas reduziert. Vor dieser Leistung ziehe ich den Hut.

Auch wenn ich meinen Trainingszustand einigermaßen realistisch eingeschätzt hatte war ich durch die neuen Abläufe extrem gefordert. Viele zusätzlichen Faktoren wie die notwendige Verpflegung unterwegs, der Flaschentausch oder auch das Trinken und Essen während der Fahrt etc. wollen gelernt sein.

Die Veranstaltung in Berlin am Müggelsee ist mit Frankfurt bestimmt nicht zu vergleichen. Die Zuschauer halten sich in Grenzen, aber alles ist (aus meiner Sicht) gut organisiert und die Landschaft ist sehr reizvoll.

Vielen Dank an allen Beteiligten die mich so toll unterstützt haben. Im nächsten Jahr mit Neopren und ohne Turnschuhe.

Platz 219 von 303  Gesamt 5:59:12

0:49:11(280) Schwimmen(1,9km)            3:01:37(187) Rad (93,2km)          2:08:24(204) Laufen (21km)

Jan Greune

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