Wettkampfberichte

Mein erster Triathlon

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Ich war auf der Suche nach einem sportlichen Ausgleich zum Job. Es musste Sport sein, weil ich körperlich fitter werden wollte. Inspiriert wurde ich von einem Arbeitskollegen, der seit Jahren Triathlon betreibt, der sagte: „Radfahren und Laufen kannste ja und vor allem einigermaßen Schwimmen. Da hapert es bei den meisten. Probier es einfach aus und melde Dich für den „Silbersee-Triathlon“ Ende Juli an“.

Peter Rösner hat bei mir den Medizin Check durchgeführt und mir als Einstieg in diesen Sport die Sprint Distanz empfohlen. Gesagt, getan - beim Silbersee angemeldet und los geht’s mit dem Training. Und das mit 53.

Das Laufseminar mit Gesine und Peter hat mir geholfen, Grundsätzliches („vorne kurz, hinten lang“ und vieles mehr…) zu lernen. Das Laufen fiel mir dann leichter und hat deutlich mehr Spaß gemacht. So auch mit dem Schwimmtraining bei Wulf. Zu Beginn dachte ich, das schaffste nicht, aber irgendwie ging es dann doch und es ging von Mal zu Mal besser.

Am Tag vor dem Start war ich tatsächlich etwas nervös und froh, dass meine Frau Katja mich begleitet hat. An der Abbiegung in Richtung Silbersee sind wir promt vorbeigefahren. Nach einiger Zeit haben wir einen Parkplatz gefunden, viel zu weit weg vom Geschehen. Ich dachte - Mein Gott, was ist hier für ein Auflauf? Kofferraumklappe auf – was nehme ich denn jetzt alles mit? Komme ich zwischendurch nochmal zum Auto? Alles Dinge, die mir beim ersten Mal nicht so richtig klar waren.

Noch vor der Anmeldung, musste ich zweimal auf Klo. Wird wohl die Aufregung gewesen sein. Dann rein ins Geschehen und vorm See habe ich einige Teamkollegen getroffen. Der Austausch tat gut und hat mich ein wenig ruhiger gemacht.

Dann Fahrrad einchecken und allgemeine Belehrung. Die Zeit verging doch recht schnell und ab zum See. Meine orange Gruppe war in 15 Minuten dran. Peter gab mir letzte Tipps und versuchte mir die Aufregung zu nehmen und dann stand ich schon im Wasser. Der Mitstreiter neben mir sagte, wie aufgeregt er sei. Bevor ich antworten konnte, knallte die viel zu laute Kanone hinter uns und es ging los. Ein geiles Gefühl! Ich wollte meinen ersten unbedingt genießen!

Schwimmen ging gut! Die hinteren waren mir zu langsam, die ganz vorne zu schnell. So kam ich mit dem ersten Drittel aus dem Wasser - glaube ich - und fühlte mich gut. Ab in die Wechselzone und hoffentlich finde ich mein Rad sofort? Jo, hat geklappt . Bevor ich mit meinem Rad auf der Straße war, brüllte mich ein Ordner an, wo denn meine Startnummer wäre. Scheiße - vergessen, zurück wo meine Klamotten lagen und Startnummer um die Hüfte.

Das Radfahren ging recht gut, wobei ich immer mal wieder dachte – nicht zu schnell, du musst danach ja noch laufen. Ich denke, dies zu dosieren, kommt mit der Zeit und bringt die Erfahrung. Zwischendurch bin ich auch mal 39/40 mit etwas Rückenwind gefahren und fühlte mich eigentlich gut. Dann kam ein junges Mädel von hinten und überholte mich ganz locker (ich glaube, die hieß van Beek oder so ähnlich?). Das regte mich aber nicht auf, denn die erfahrenen Jungs vom Tri Team Schwarme haben gesagt, finde dein eigenes Tempo und genieße den ersten. Das habe ich auch getan! Ein bisschen gefrustet, weil die so schnell war, war ich dennoch.

Und schon war auch die zweite Disziplin vorbei – ich habe keinen behindert und hatte auch keinen Unfall – auch hiermit konnte ich zufrieden sein.

Ich hatte mir gemerkt, den letzten Kilometer im hohen Gang zu fahren, um besser ins Laufen zu kommen. Habe ich sogar dran gedacht und dann bin ich auch ganz gut losgekommen. Nach 2-3 Kilometern merkte ich die Hitze deutlich und ich freute mich das erste Mal aufs Ziel! Auf der Strecke den einen oder anderen sogar zu überholen machte auch Spaß. Der Zieleinlauf war schön. Ich war angenehm kaputt, aber nicht zu sehr. Bekannte Gesichter, einige alkoholfreie Biere und dann war mein erster Triathlon geschafft.

Fazit:

Es war ein schönes Erlebnis und Gefühl, den ersten Triathlon gemacht und gut geschafft zu haben. Es war für mich richtig, mit der Sprintdistanz zu beginnen. Es war auch richtig, es beim ersten Mal nicht zu übertreiben und versuchen zu genießen. Das habe ich auch und werde weitere Pläne schmieden. Danke für Eure Unterstützung!

Jens

5. Verbandsligawettkampf in Bleckede

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8. Bibermann - Triathlon Sonntag 02.09.2018 im Landkreis Lüneburg

750 m Schwimmen: Wasserstart im alten Flußarm des Elbhafen

20 km Radfahren: 1 x Wendepunktstrecke durch die Elbmarsch

5 km Laufen: 1 x Wendepunktstrecke durch Marsch +  Elbschloss

Wetter: 20 Grad Lufttemperatur - Sonne

Neopren: erlaubt - Wassertemperatur 19 Grad

Start 11.30 Uhr. Zuerst alle Männer. 5 Minuten danach alle Frauen. Finale der „Trimindous-Triathlon Verbandsliga Niedersachsen“ (TVL) in 2018. Das zweite Mal nach 2017 wird dieses Finale gut organisiert durch den Gastgeber „Triathlon Team Lüneburg“ veranstaltet.

Bei optimalen Wetterbedingungen und strahlend-wolkenlos-blauem Himmel ging es für uns in die Neoprenanzüge, denn das Wasser war gefühlt deutlich kälter als 19 Grad. Björn ist ärmellos ins Wasser hinein und hat das auch bereut. Der Wasserstand war sehr niedrig, so dass wir zeitweise mit den Kraulbewegungen „gründelten“. Das machte den Wasserstart zusätzlich sehr eng und führte zu mehr Kontakt unter den Sportlern, als man es sich wünscht. Aus dem Wasser heraus ging es dann einmal über den Deich in die Wechselzone und danach auf eine komplett ebene und gesperrte Wendepunkt-Radstrecke den Deich entlang. Bei nur leichtem Nordwind konnten schnelle Radzeiten gefahren werden. Der anschließende Lauf führte wieder über den Deich zum Wendepunkt und zurück - einschließlich Durchquerung des Elbschloss kurz vor Zieleinlauf. Alle Starter haben das Ziel gesund und mit guten Leistungen erreicht. Herzlichen Glückwunsch.

Starter                   Gesamt                  Swim                     Bike                  Run

Hanna Augustin     01:43:40              00:23:13               00:44:45            0:32:40

 

Daniel Lang           01:09:23              00:14:32                00:33:18           0:20:02

Axel Biesewig         01:13:59             00:17:23                00:31:28           0:23:08

Björn Grommisch 01:20:32             00:22:20                00:34:12           0:21:56

Jan Greune            01:22:56             00:18:41                00:35:31           0:25:26

Thorsten Schwarz   01:23:51             00:16:50                00:36:21          0:28:25

In der Herren/Mixed-Ligawertung 2018 (gewertet werden die 4 besten Ergebnisse)  hat unser Team ein sehr gutes Mannschaftsergebnis mit dem Tagesplatz 10  (von 25 Mannschaften)  erreicht. Damit ist uns das beste Ergebnis der Saison gelungen und wir konnten uns in der Gesamtwertung abschließend noch um 2  Plätze verbessern.

In Summe nach allen  5   erfolgreich absolvierten Wettbewerben mit dem

1) 14. Platz   -   243 Punkte in Hannover-Limmer

2) 13. Platz   -   256 Punkte in Braunschweig

3) 24 Platz   -   483 Punkte in Altwarmbüchen

4) 16. Platz   -   305 Punkte in Helmstedt

5) 10. Platz   -   225 Punkte in Bleckede

belegt die Mixed-Mannschaft des KEB TriTeam Schwarme in der Konkurrenz  Herren/Mixed-Liga der Trimindous-Triathlon Verbandsliga Niedersachsen (TVL)  in 2018 den respektablen 17. Platz von 25 Mannschaften.

Ein Bericht von Axel.

4. Verbandsligawettkampf in Helmstedt

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29. Elm-Lappwald-Triathlon im Waldbad Birkenteich in Helmstedt

Schwimmen: 50 m Sportbecken Waldbad Birkenteich - Wasserstart

Radfahren: 2 Runden je 10 km entlang öffentlichen Straßen  Rundkurs

Laufen: eine Runde 5 km am Waldbad Birkenteich

Wetter: 16 Grad Lufttemperatur - wolkig, später mit Regenguss und Sonne

Neopren: erlaubt - Wassertemperatur unter 22 Grad

Bei dem gut organisierten Triathlon in Helmstedt machte die Verbandsliga und die Mixed-Mannschaft des KEB Tri team Schwarme das erste Mal Station. Bei kalt-wolkigen Bedingungen durften wir im Neoprenanzug alle zeitgleich starten. Da das Schwimmen im Freibad stattfand, hatten wir damit allerdings gar nicht gerechnet und niemand von uns hatte einen Neo dabei. Zu beginn der Radstrecke zog ein kurzer Regen auf, der die Strassen einmal durchnässte. Der wellige Rundkurs mit 240 Höhenmetern war zweimal zu durchfahren, verlief durch Helmstedt und war nicht für den Strassenverkehr gesperrt. Deswegen und wegen teils starkböigem Wind mit Bodennässe musste mit Vorsicht Rad gefahren werden. Die Laufstrecke durch den angrenzenden Wald ist ebenfalls als welliger Rundkurs angelegt und auch dort waren einige Höhenmeter zu überwinden. Viele Verbandsliga Starter sind aufgrund ihrer späteren Startzeit nach unserer Zielankunft noch einem großen Regenguss zum Opfer gefallen. Eine besonderer Dank deshalb die Starteinteilung des Veranstalters für unsere frühe Startzeit um 12.50 Uhr in der zweiten Welle. Leider hatten wir ein paar Ausfälle einiger gemeldeter Starter zu verkraften, weshalb dieses Mal keine Frau unser Finisch-Team verstärkt hat. Alle Starter haben einen tollen Wettkampf und ein gutes Mannschaftsergebnis geliefert. Nur Thorsten hat die Radstrecke so gut gefallen, dass er die Ausfahrt Richtung Wechselzone verpasste und dann noch eine dritte Runde gefahren ist. Vielen Dank an die mitgereiste Unterstützung Hannah und herzlichen Glückwunsch an alle Finisher. Ein Bericht von Axel.

Starter                  Gesamt                  Swim                     Bike                  Run

Axel Biesewig        01:14:01             00:12:19                00:38:36           0:23:05

Björn Grommisch 01:15:31             00:14:39                00:39:12           0:21:39

Clemens Manke 01:20:32             00:11:38                00:43:04           0:25:48

Jan Greune            01:23:30             00:13:23                00:44:04           0:26:02

Thorsten Schwarz   01:41:33             00:14:10                01:02:34          0:24:48

3. Verbandsligawettkampf in Altwarmbüchen

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6. Altwarmbüchener Triathlon Herren / Mixed am 12.08.18

Schwimmen: eine Runde von 750 m mit Landstart vom Badestrand

Radfahren: 2 Runden je 10 km entlang öffentlichen Straßen mit Wendepunkt

Laufen: eine Runde von 5 km am Altwarmbüchener See

Wetter: 21 Grad Lufttemperatur - sonnig

Neopren: verboten

Bei ideal-sonnigen Bedingungen ist die Mixed-Mannschaft des KEB Tri Team Schwarme in Altwarmbüchen nach 2017 zum zweiten Mal angetreten. Ohne Neo ging es in verschieden Startgruppen zeitlich nacheinander für uns in den etwa 22 Grad warmen See. Die Bedingungenauf dem Rad waren perfekt bei leichtem Seitenwind. Vorsicht war geboten in der Zufahrt zur Wendepunktmarke, die eng und holprig daher kam. Die Laufstrecke war schön waldig-schattig entlang des Sees, ebenfalls als Wendepunktstrecke angelegt. Alle Starter haben gute Zeiten erreicht. Glcükwunsch !

Ein Bericht von Axel

Starter                  Gesamt                  Swim                     Bike                  Run

Inga Schröder       01:26:03              00:19:03                00:42:02           0:24:58

Hannah Augustin   01:38:07              00:20:34                00:46:45           0:30:47

 

Axel Biesewig        01:11:40             00:16:07                00:33:37           0:21:54

Clemens Manke     01:19:21             00:16:11                00:38:53            0:24:16

Wulf Schwarz        01:26:04             00:15:53                00:38:38            0:31:31

11. O-See-Triathlon Uelzen

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24.06.2018 | Uelzen, Deutschland   -   11. O-See-Triathlon

O-See Half: Schwimmen: 1900m / Radfahren: 90,6km / Laufen: 21km

Tri Team Schwarme beim O-See Half

Die Wettkampf-Statistik:

286 Meldungen ♂♀ - Zielwertungen: 145 und 43

Absolvierte Wettkampfzeiten von 4:02:28 bis 6:46:20

 

Platz

Altersklasse

Name

Zeit

Schwimmen

Rad + Wechsel

Laufen

13.

6. TM 35

Daniel Lang

04:36:01

0:29:34 (15.)

2:35:27 (25.)

1:30:59 (16.)

70.

9. TM 45

Axel Biesewig

05:11:43

0:34:20 (73.)

2:37:28 (33.)

1:59:54 (136.)

108.

11. TM 55

Jan Greune

05:38:15

0:38:10 (129.)

2:53:51 (107.)

2:06:13 (151.)

 

___TM 50

Thorsten Schwarz

ausgeschieden

Radsturz

 

 

___TM 45

Wulf Schwarz

 

nicht angetreten

Verletzung

 

 

 

 

 

 

 

 

8.

Staffel

Lueweitin

06:29:47

0:42:26 (9.)

3:33:10 (9.)

2:14:10 (7.)

 

Schwimmen

Hannah Augustin

 

 

 

 

 

Radfahren

Thomas Weidenhöfer

 

 

 

 

 

Laufen

Hannah Augustin

 

 

 

 

 

Ein Sommer voller Sonne  –  Ein Sommer mit heissen Temperaturen

…zu früh gefreut…es kam ganz anders …!

 

Oktober 2017 – der Anfang…

Es begann damit, dass Daniel auf der Suche nach einer Mittel-/Halbdistanz diesen Wettkampf gefunden hatte und ich schnell zusagte, bevor mein Strohdach mit der innewohnenden Denkfabrik eine fundiert analysierte Absage erteilen konnte.

Daniel meldete uns also für unsere jeweils erste Mitteldistanz in Uelzen zum 11. O-See-Triathlon an. Es meldeten auch noch

Jan - der bereits 2 Erfahrungen mit der Mitteldistanz gesammelt hat

Thorsten - ein Routinier der schon über die Erfahrung mehrerer Mittel- und Langdistanzen (Ironmandistanz) verfügt

Wulf - unser Schwimmtrainer und Routinier im Gastbereich und an den Strecken (bislang nur zum Wasser reichen) mehrerer Lang- und Mitteldistanzen (halbe Ironmanstrecke)

Hannah, Bärbel und Thomas - die sich auf der Mitteldistanz per Staffel vergnügen wollten. Leider konnte Bärbel nicht teilnehmen und so durfte Hannah das Schwimmen zusätzlich übernehmen.

Na gut – nach etwa 2 Wochen der Realisierung, dass die Anmeldung aufgrund eines einfachen „ich bin dabei“ durch unseren meldewahnsinnigen Wettbewerb-Sammler Daniel für mich unumkehrbar ist, machte ich mir langsam Gedanken in welchem Zustand ich am Wettkampftag ins Ziel kommen will. Bis dahin war ja noch ein gutes halbes Jahr Zeit.

Natürlich war „Ankommen“ das oberste Ziel, mit der Überlegung, daß im Idealfall 5:15 Stunden realistisch sein könnten.

Die „Zeit“ ist für mich aber von Anfang an komplett zweitrangig.

Mein Ziel war den Wettbewerb so vorzubereiten, dass ich die Folgetage ohne „Rollator“ und „Lifta“ einigermaßen schmerzfrei Gehen und Treppensteigen kann.

Über Dr.Google konnte ich immer mal wieder etwas zu den einschlägigen Themen in Erfahrung bringen. Und ich durfte als Seiteneinsteiger und Spätberufener aus 4 Jahren Trainigsgruppe Triathlon im Verein von den Erfahrungen der Athleten und unserer Trainern profitieren.

Im Grunde fühlte ich mich mit den vielen Erfahrungen und Ratschlägen in einer Art überinformierter Verwirrung. Also habe ich mich auf folgende 3 Ziele konzentriert:

  1. Überwinde regelmäßig den inneren Schweinehund
  2. Dran bleiben, und zwar regelmäßig
  3. Verletzungs- und Schmerzfrei bleiben

Wintertraining November bis März

Also begann ich wieder regelmäßig 2-3 x die Woche mindestens 1 h am Rad zu arbeiten um die vorhandene Ausdauer und Fitness im Winter aufzubessern und nicht wieder zu verlieren. Im Wasser sollte mich 2-3x1h die Woche der Schwimmtrainer schleifen. Und das ungeliebte Laufen sollte hier und da mit eingebaut werden, um wenigstens das Gefühl in den Beinen zu haben.

Wettkampfvorbereitung April bis Juni

Hoppla, es ist KW 15 – nur noch 11 Wochen vor dem Wettkampf…

Aus dem Trainerstab schickt uns Gesine ab jetzt regelmäßig Wochen-Trainingspläne die es in sich haben.

Beim Lesen kommt mir unwillkürlich der Gedanke: wie und wo sollen wir die geforderten Trainingszeiten neben allen privatberuflichen Dingen in unseren 24h-Filofax einbauen? – Puhhh, keine Ahnung…

Der Plan fordert auf an 6 Tagen die Woche zu trainieren… mit dem Montag als regelmäßigen Highlight:  Pause in allen Trainingsbereichen.

Es stellte sich dann aber zügig heraus, dass ich ganz von allein die Trainingseinheiten und Umfänge erhöhe, weil der Tag „X“ eben auch täglich näher rückt. Irgendwo im Netz habe ich mal gelesen, dass in der Vorbereitung mindestens die Einzeldistanzen des Wettkampfs pro Woche als Umfang trainiert werden soll um im Wettkampf mehr oder minder „durchzukommen“.

Das gab mir ein gutes Gefühl, denn beim Schwimmen und Rad lag ich deutlich darüber und für das Laufen hat es mir Sicherheit gegeben.

Einen Zweifel trug ich aber die ganze Vorbereitung mit mir herum:

was mache ich bei Dauerschmerzen, Krankheit oder Verletzung ?

Das kennt wahrscheinlich jeder, der sich über Wochen und Monate auf solch einen Wettkampf vorbereitet…glücklicherweise hatte ich damit keine Last.

Nach Wochen herrlichem Wolkenloswetter im Frühsommer bis Mitte Juni wurde ausgerechnet für das Wettkampf-Wochenende leichter Regen und kalte Temperaturen angekündigt.

Wir alle hatten uns vorweg auf ein schönes Wochenende auf einem Campingplatz mit Naturschwimmbad gefreut. Glücklicherweise konnte ich kurzfristig das von Wulf reservierte MobileHome von Freitag bis Sonntag buchen, so dass wir Wetter und Kälte draußen lassen konnten.

Wir alle sind am Freitag angereist, nur Thomas (für die Staffel mit Hannah) und Wulf (verletzungsbedingt als Zuschauer und Trainer)  hatten sich für eine Anreise Sonntag früh entschieden.

Am Samstag nach einer kurzen Stadtbesichtigung und einer kleine Radeinheit haben wir ab 18 Uhr die Anmeldung und Pasta-Party mit Wettkampf-Besprechung besucht. Zu dieser Zeit fing es bereits leicht an zu regnen.

Der Wettkampftag 24.06.2018 - Sonntag 6 Uhr - Nieselregen bei 10°.

Der kälteste Sommertag 2018 - Tageshöchsttemperatur 16°.!

Jeder der an diesem Sonntag nicht aus dem Bett musste ist auch nicht freiwillig aufgestanden…

Thorsten und ich hatten uns entschieden mit dem Rad die 7 km zum See zu rollen. Dort angekommen war Daniel bereits vor Ort und „im Tunnel“.

Wir waren dank Rad vor Ort gleich warm und froh bei der Kälte und Nässe direkt in den Neo steigen zu können. Offensichtlich ist eine ziemlich große Zahl der gemeldeten Teilnehmer wegen Wetter nicht erschienen, denn in der Wechselzone sind viele Radplätze frei geblieben.

Um 8 Uhr mussten alle Starter aus der Wechselzone heraus zum See.

Dort gab es die letzten Anweisungen und ein kurzes Einschwimmen im vergleichsweise warmen Wasser.

8.30 Uhr der Startschuss für etwa 200 Sportler im Oldenstädter See, einem Natursee mit Sandstrand und teilweisem Pflanzenbewuchs.

Mein erster rollender Landstart. D.h. erst nach überqueren der Startlinie fängt die Zeit an zu laufen. Ich hatte mich im Mittelfeld der Starter einsortiert und das passte ganz gut.

Ich bin locker gestartet und nach 300 m fühlte ich mich so wohl im Wasser, daß ich etwas mehr Fahrt aufnehmen konnte. Nach 950 Meter ein kurzer Landgang und rein in die zweite Runde. Ich konnte mich von Anfang an aus allen Positionskämpfen raushalten und deshalb das Schwimmen ganz locker absolvieren.

Mein Schwimmziel lag bei unter 40 Minuten, was ich sehr gut geschafft habe.

Nach 1900 Meter ging es also raus aus dem „schön warmen“ See, einen kurzen steilen tiefsandigen Hang hinauf, in die Wechselzone.

Hierfür habe ich mir wegen des Wetters mehr Zeit gegeben und sowohl Socken als auch eine Herbstjacke zum Radfahren angezogen.

Dann rauf aufs Rad und über eine Zufahrt in den 4 mal zu durchfahrenden 22 km langen Rundkurs. Wegen des feuchten Boden musste man vorsichtig durch die Kurven fahren und hatte deshalb deutlich mehr kraftraubende Antritte danach zu fahren. Je 22 km Runde wurden 135 Höhenmeter absolviert, was eher wenig ist. An einem Anstieg gab es eine Verpflegungsstation, die ich gerne jedes mal beansprucht habe.

Etwa nach der Hälfte der Radeinheit hörte es auf zu regnen. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ist der Boden jedoch kaum getrocknet.

Mein Radziel (inklusive der Wechsel) war unter 2:45 Stunden zu bleiben und trotzdem möglichst viel Energie zu sparen um –meine Angstdisziplin- das Laufen noch einigermaßen zu absolvieren. Also habe ich weniger gedrückt und bin mit Reserven und einer Rad/Wechselzeit von guten 2:37 Stunden nach 90,6 km wieder in die Wechselzone zurück.

Auch hier nahm ich mir wieder die Zeit, um die Herbstjacke und Socken aus- und frische Socken für die anstehenden 21 km Laufen neu anzuziehen. Gelaufen wurden 8 Runden je 2,6 km um den See.

Von Runde zu Runde wurde das Laufen immer härter und ich nutzte regelmäßig den Verpflegungsstand, an dem ich immer kurz gegangen bin um den Becher Cola vollständig trinken zu können. Allerdings habe ich es ganz gut geschafft gleichmäßig zu laufen und die letzte Runde sogar nochmal anzuziehen um mein Laufziel von unter 2 Stunden tatsächlich  zu erreichen.

Sehr glücklich und ziemlich erschöpft bog ich nach der letzten Runde in den Zielkanal ein, an dem mich meine Kinder auch gleich in Empfang nahmen und die letzten Meter bis zur Ziellinie mit mir zusammen gelaufen sind.

Nach guten 5:11 Stunden durfte ich den Zieleinlauf genießen.

Nach den Glückwünschen gönnte ich mir eine große Elektrolytdusche für die innere Anwendung und eine äußere Massageanwendung der oberen und unteren Beinmuskulatur. Danach ging die Erholung erstaunlich schnell und ich konnte mich über das erreichte Gesamtziel unter 5:15 Stunden freuen.

Daniel übertraf ebenfalls sein gestecktes Ziel mit gut 4:36 Stunden.

Jan kam mit guten 5:38 Stunden freudestrahlend ins Ziel.

Thorsten hat uns zwischenzeitlich in Angst und Schrecken versetzt, als er in Radrunde 3 stürzte und ins Krankenhaus abtransportiert wurde. Glücklicherweise stellte sich später heraus, das kein nicht schon vorhandener Schaden hinzu gekommen ist und er nur vorsichtshalber komplett durchleuchtet wurde.

Die Staffel mit Hannah und Thomas hat sich ebenfalls mit guten 6:29 Stunden durchgeschlagen und Hannah lief erschöpft, aber mit breitem Grinsen ins Ziel ein.

Von meiner Seite ein Glückwunsch an alle Starter & Finisher.

Gesundheit dem Beinahe-Versehrten und

ein dickes Dankeschön an alle mitgereisten Nichtstarter und Unterstützer.

 

Ein Bericht von Axel

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