Mein erster Triathlon

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Sprint Distanz mit dem Tri-Team Schwarme

Ich stelle mich sportlichen Herausforderungen sehr gerne, und manchmal melde ich mich für Wettkämpfe an ohne weiter nach zu denken, was das an Trainingsaufwand bedeutet, vor allen Dingen als alleinerziehende Mutter. Viele meiner Mitmenschen haben mit dem Kopf geschüttelt, zumal ich nicht nur für den Triathlon trainierte, sondern eigentlich vom Laufen komme und im April einen Marathon (Hannover) und einen Ultra-Marathon (Harzquerung) gelaufen bin. Die Worte meines Vaters: „Übernimm dich bloß nicht….“, klangen mir noch in den Ohren als ich das erste Mal den Trainingsplan des Tri-Teams Schwarme sah. Ohje, wie soll ich das bloß machen und die Trainingseinheiten mit dem Alltag verbinden? Ich ging somit meine normale Woche durch und hatte dann mit dem Trainer Wulf des Tri-Teams Schwarme vereinbart, dass ich mich zunächst nur dem Schwimmtraining anschließe, und das auch nur samstags, da ich wochentags wegen der Kinder nicht so spät trainieren kann. Laufen trainiere ich ja sowieso alleine und das kann ich ja schon ganz gut, doch das Radfahren war so meine Hürde. Erst im Januar kaufte ich mir ein gebrauchtes Rennrad über das Internet und war das erste Mal in meinem Leben stolze Besitzerin eines knallroten Rennrads. So vergingen Wochen mit Schwimm- und Lauftraining und schlechtem Gewissen, weil ich so selten Rad gefahren bin. Dann kam die E-Mail von Wulf mit der Frage wer an dem ersten Verbandsliga-Wettkampf in Hannover mitmachen wolle. Ich wollte kneifen und schrieb Wulf, dass ich doch vielleicht erst zuschauen möchte, um zu sehen wie so ein Triathlon abläuft. Aber einer unserer Teamkollegen überredete mich mitzumachen, weil man nur durch selber ausprobieren und testen am besten erfährt und erlebt wie solch ein Triathlon abläuft, auf welche Dinge man achten muss und wie man seine Kräfte einteilen sollte. Kurz gesagt: ich startete dann am 3.6. in Hannover beim Wasserstadt Triathlon mit dem tollen Tri-Team Schwarme.


Wir fuhren um 12 Uhr in Achim los und kamen trotz Stau noch pünktlich in Hannover an. Die Frage stand nun an, ob ich im Neoprenanzug oder ohne starten sollte. Mein Neo war gerade ganz neu per Post eingetroffen, und ich hatte ihn bis dahin noch nicht ausprobiert, bzw. bin bis dato noch nie mit einem Neoprenanzug geschwommen. Dank der warmen Tage wochenlang vorher, hatte das Wasser eine angenehme Temperatur von 23-24 Grad, sodass ich beschloss nur in dem Team-Anzug zu starten. Wir gingen so um 15:30 zum Start und begannen mit 750m Schwimmen. Erste Herausforderung: ich versuchte mich gegen die Pflanzen im Kanal und gegen die zahlreichen Fußtritte und Armschläge der MitstreiterInnen zu wehren. Nach 18 Minuten kam ich wieder am Ufer an und lief gut zur Wechselzone, die ca. 500 Meter entfernt lag. Ich fand sehr schnell mein Fahrrad, dank der guten Tipps vom Teamkollege Axel! Danke dafür! Und ich erinnerte mich auch in der Hektik an die Anweisungen vom Teamchef Wulf: erst Rad bewegen, wenn der Helm auf dem Kopf sitzt, Schuhe an den Füßen sitzen und die Startnummer hinten am Rücken liegt. So startete ich mit der zweiten Herausforderung: der Disziplin Radfahren, die ich so gar nicht trainiert hatte. Aber auch dies lief erstaunlicherweise sehr gut, ein wenig Gegenwind, bergauf und bergab aus Hannover heraus Richtung Davenstedt über Lenthe und Döteberg. Ich hatte mir die Strecke vorab im Internet angeschaut, dies gab mir eine gute Orientierung und half mir meine Kräfte einzuteilen. Nach 42 Minuten fuhr ich wieder der Wechselzone entgegen und war überrascht, dass die Kilometer schon um waren. Zum Glück war mein Platz für das Rad nah des Eingangs. Ich stellte das Rad ab und lief zu meinen Sachen, die durch meine rosafarbene Tasche für mich gut zu sehen waren und zog so schnell es ging meine Laufschuhe an. Laufen nach Radfahren, die dritte Herausforderung: die Beine fühlten sich wie Betonklötze an, doch nach einem Schluck Wasser, welches mir am Anfang der Strecke gereicht wurde, liefen meine Beine die 5 km ohne weiteren Schwierigkeiten. Es mussten zwei Runden durch den Park gelaufen werden, auf der zweiten Runde kam ich meinen Team-KollegInnen entgegen und war froh, dass ich nicht allzu weit von Ihnen abgefallen war. Nach 26 Minuten laufen und einer Gesamtzeit von 1h27 kam ich glücklich und erschöpft ins Ziel. Und toll war, dass das Team direkt hinter der Ziellinie auf mich wartete und mich freudig empfing und abklatschte. Mein erster Triathlon war nun vorbei, und ich muss sagen, es hatte Riesenspaß gemacht und mir gefällt das Wechseln der Disziplinen und erzeugt bei mir einen enormen Motivationskick. Nach ständigen endlosen Laufkilometern bisher, habe ich Blut geleckt am Triathlon und freue mich auf weitere Wettkämpfe und neue Herausforderungen und Zielsetzungen. Auch mein Freund habe ich mit dem Triathlonfieber infiziert und würde gerne ebenso mit einsteigen. Mal sehen was dieses Jahr noch so kommt…… entferntes Ziel: die olympische Distanz!


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